NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V.

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Tel.work 0231 47 42 92 10
Faxfax 0231 47 42 92 11
UNLIKELY CREATURES (1) who we are / Billinger & Schulz / Foto © Florian Krauss
Jascha Sommer, 29 / Anna Kpok, Jascha Sommer / Foto © Stephan Glagla
one more pioneer. Musiktheater frei nach David F. Wallace / ZAM - Zentrum für Aktuelle Musik / Foto © Patrick Frost
one more pioneer. Musiktheater frei nach David F. Wallace / ZAM - Zentrum für Aktuelle Musik / Foto © Patrick Frost
L'inferno - Reanimation eines Stummfilms / PARADEISER productions / Foto © Dominic Sehak
Jascha Sommer, 29 / Anna Kpok, Jascha Sommer / Foto © Stephan Glagla
EXIT: Humanity / Hidden Tracks Company / Foto © Juan Santacruz
L inferno - Reanimation eines Stummfilms / PARADEISER productions / Foto © Dominic Sehak
L inferno - Reanimation eines Stummfilms / PARADEISER productions / Foto © Dominic Sehak
EXIT: Humanity / Hidden Tracks Company / Foto © Juan Santacruz
silence / IPtanz / Ilona Pászthy / Foto © Daniel Opoku
format BLACKBOX: Neue Musik Theater von Sergej Maingardt und Rosi Ulrich / theater-51grad / Foto © MEYER ORIGINALS
WOHIN DES WEGES - VOLKSVERTRETER? / Sir Gabriel Dellmann / Foto © MEYER ORIGINALS
Fragment_getanztBauhaus / 4hKUNST_2015 Opekta Ateliers Köln / Foto © Denise Winter
ON THE ROCKS with a water back / Mara Tsironi / Foto © Behrang Karimi
Desertieren / müller***** / Foto © Rike Flämig
WOHIN DES WEGES - VOLKSVERTRETER? / Sir Gabriel Dellmann / Foto © MEYER ORIGINALS
UNLIKELY CREATURES (1) who we are / Billinger & Schulz / Foto © Florian Krauss
Das Schweigen im Zeichen der Flut / Marlin de Haan / Foto © FrauBabicFotografie
Desertieren / müller***** / Foto © Rike Flämig
Das Schweigen im Zeichen der Flut / Marlin de Haan / Foto © FrauBabicFotografie
L'inferno - Reanimation eines Stummfilms / PARADEISER productions / Foto © Dominic Sehak
silence / IPtanz / Ilona Pászthy / Foto © Daniel Opoku
EXIT: Humanity / Hidden Tracks Company / Foto © Juan Santacruz
one more pioneer. Musiktheater frei nach David F. Wallace / ZAM - Zentrum für Aktuelle Musik / Foto © Patrick Frost
Königin Gisela - Ein Live-Film nach einem Bilderbuch von Nikolaus Heidelbach / echtzeit-theater / Foto © Roman Starke; echtzeit-theater
bella ciao / Anneliese Soglio / Foto © Anneliese Soglio
format BLACKBOX: Neue Musik Theater von Sergej Maingardt und Rosi Ulrich / theater-51grad / Foto © MEYER ORIGINALS
Königin Gisela - Ein Live-Film nach einem Bilderbuch von Nikolaus Heidelbach / echtzeit-theater / Foto © Roman Starke; echtzeit-theater
Jascha Sommer, 29 / Anna Kpok, Jascha Sommer / Foto © Stephan Glagla

Herzlich Willkommen beim NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste

Zum Bestand der Freien Darstellenden Szene in NRW:

Es ist nicht ganz einfach eine zuverlässige Zahl über die professionell arbeitenden Künstler*Innen in unserem Arbeitsfeld zu bestimmen. Wer frei und nicht dauerhaft institutionell arbeitet, lässt sich eben nicht so einfach zählen. Trotzdem ist natürlich eine möglichst genaue Größenbestimmung ein wichtiger politischer Faktor, wenn es um die Wahrung von Rechten und die Durchsetzung von Interessen der Szene geht. Denn sie ist in den letzten 10 Jahren zweifelsohne enorm gewachsen. Dies liegt an gewachsenen, tragfähigen, interdisziplinären künstlerischen Konzepten, an größerer Attraktivität der freien Arbeitsweisen auch für Kollegen*innen aus den Institutionen - hier sicher auch begünstigt durch gewachsene Unsicherheit der dortigen Arbeitsperspektiven - und nicht zuletzt liegt es an stetig gewachsenen Einsatzmöglichkeiten im Bereich der kulturellen Bildung. Die Freien sind in diesem enorm wichtigen Segment so etwas wie die schnelle Einsatztruppe - flexibel, schnell und leider auch billig. Der breite Einsatz in zahlreichen Projekten der Flüchtlingshilfe ist hier bestes Beispiel.
Es sind also viele im Einsatz, nicht alle dauerhaft - wie sollte das den Freien auch gelingen? - aber zweifellos professionell. Die Frage der Professionalität der Akteure ist nicht immer einfach zu beantworten. Wer vermag schon Professionalität in der Kunst allgemeingültig zu beantworten? Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang einem weit verbreiteten Vorurteil entgegenzuwirken: Nur wer überlebt, kann was. Dies heisst in letzter Konsequenz nichts anderes als in darwinistischer Tradition prekäre Lebensverhältnisse zum Maßstab für (Un-)Professionalität zu machen. Man übertrage das mal auf Arbeitssuchende aus anderen Berufen.

Eine Bestandaufnahme, die den enormen Beitrag der Freien zur kulturellen Versorgung des Landes dokumentiert, wäre wieder vonnöten. Denn es gibt gerade in Politik und Verwaltung zuweilen eklatante Fehleinschätzungen, ob bewusst oder unbewusst ist da unerheblich.
Die Blitzumfrage der Kollegen*innen von der Theaterplattform in Köln im März 2016 hat rund 1.000 professionelle freischaffende Akterue allein im Kölner Raum ergeben. Im sog. Kreativ-Report des Landes NRW aus dem Jahr 2012 sind 3.000 professionelle arbeitende Künstler*innen in NRW gezählt worden, die immerhin mind. 17.500,- € im Jahr verdienen. Es lässt sich vor diesem Hintergrund trefflich über die tatsächliche Zahl der Akteure spekulieren.

Dies veranlasst mich zu einem Apell in eigener Sache. Die Mitgliederzahl des Landesbüros entwicklelt sich erfreulich, aber da ist noch ne Menge Potenzial nach oben. Viele Freie scheuen naturgemäß die Organisation. Vereine sind nicht gerade die bevorzugte Lebensform freischaffender Künstler*innen. Ich bitte alle Mitglieder und Freunde*Innen des LB um Unterstützung bei der Überzeugungsarbeit zur Sinnhaftigkeit eines Beitritts. Viele können mehr ....

Herzliche Grüße

Harald Redmer